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Weitere Übernahme-Deals in der Agro-Industrie

Das australische Unternehmen Nufarm baut sein Angebot an Pflanzenschutzmitteln in der EU aus. Die EU-Kommission genehmigte eine Übernahme von Century Portfolio durch Nufarm. Century ist ein Zusammenschluss der Adama Agricultural Solutions Ltd., Israel und der Syngenta AG. In der EU verfügt Century über rund 50 Formulierungen von Pflanzenschutzmitteln. Durch die Übernahme der Century von Nufarm werde der Wettbewerb in der EU nicht eingeschränkt, teilte die EU-Kommission mit. Stattdessen ist der Verkauf von Century eine Bedingung für die Übernahme der Syngenta AG durch ChemChina. Nufarm ist ein staatliches Unternehmen, das bereits im Geschäft mit Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden und Saatgut tätig ist.

Zugleich befindet sich Bayer in „exklusiven“ Gesprächen über den Verkauf seines gesamten Gemüsesaatgutgeschäfts an BASF und ist zuversichtlich, damit sowie durch weitere Schritte die Bedenken der EU-Kommission zur Monsanto-Übernahme vollständig adressieren zu können, teilte  das Unternehmen in einer Aussendung mit.

Der Verkauf von bestimmten Bereichen des Bayer Crop Science-Geschäfts an BASF für 5,9 Mrd. Euro sei bereits am 13. Oktober 2017 vereinbart worden. Dieses erste Paket umfasse das weltweite Glufosinat-Ammonium-Geschäft von Bayer und die dazugehörige LibertyLink-Technologie zur Herbizidtoleranz sowie im Wesentlichen das gesamte Geschäft mit Saatgut in Feldkulturen einschließlich der entsprechenden Forschung und Entwicklung. Dazu gehörten unter anderem der weltweite Verkauf von Baumwollsaatgut (ohne Indien und Südafrika), die Rapsgeschäfte in Nordamerika und Europa sowie der Handel mit Sojasaatgut.

Jegliche Verkäufe beziehungsweise Auslizenzierungen seien von einem erfolgreichen Abschluss der geplanten Übernahme von Monsanto abhängig, welcher weiterhin üblichen Vollzugsbedingungen unterliege, einschließlich der notwendigen behördlichen Freigaben. Die EU-Kommission hatte die Prüffrist für die Übernahme zuletzt bis zum 5. April verlängert. „Bayer arbeitet weltweit mit den Behörden zusammen, um die Transaktion im zweiten Quartal erfolgreich abschließen zu können“, betonte das Unternehmen.