Foto: agrarfoto.com

Rail Cargo und Holzindustrie teilen sich Abfuhr-Mehrkosten

Der Borkenkäfer hat die Forstwirtschaft nach wie vor fest im Griff. Vor allem im Waldviertel müssen enorme Mengen an Schadholz rasch aus den Wäldern gebracht werden, was zum großen Teil über die Schiene passiert. Das steigende Transportvolumen bedingt aber auch einen unerwarteten Anstieg von Kosten und Ressourcen für den Bahnlogistiker Rail Cargo Group (RCG) und die Holzindustrie. Aus diesem Grund lud Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko Vertreter der Land- und Forstwirtschaft, für den Güterverkehr der ÖBB, sowie der holzverarbeitenden Industrie zu einem Gipfelgespräch. Bis inklusive Juni 2019 sollen „Zusatzmaßnahmen auf der Schiene“ im Waldviertel aufrecht erhalten werden.

Die anfallenden Mehrkosten für diese Transporte werden zwischen der RCG und der Holzindustrie geteilt. „Damit erreichen wir zwei Ziele: Zum einen kann Schadholz weiterhin rasch und zu guten Konditionen aus dem Wald gebracht werden. Zum anderen verhindern wir, dass der gesamte Transport mittels LKW erfolgt“, so Schleritzko.

Bereits in der Vergangenheit hätte die Rail Cargo Group einen Beitrag zur Bewältigung der Borkenkäferproblematik beigetragen, so RCG-Vorstandssprecher Clemens Först. Von Beginn 2018 bis Jänner 2019 seien die anfallenden Mehrkosten zur Gänze von der RCG getragen. „Von März bis Ende Juni 2019 werden nun alle Bahnhöfe im Waldviertel im Hauptzielnetz belassen und die Kosten geteilt“, kündigte Först an.

Darüber hinaus wird auch die Holzindustrie ihren Beitrag leisten. „Wir sehen, dass die Bewältigung dieser Situation ein Miteinander aller Beteiligten braucht“, so Rudolf Rosenstatter von der Kooperationsplattform Forst Holz Papier und der Sprecher der Sägeindustrie, Herbert Jöbstl.