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Online-Umfrage zur Ernährungsbildung startet

Die niederösterreichischen Bäuerinnen setzen sich gemeinsam mit der ARGE Österreichische Bäuerinnen aktiv dafür ein, dass Ernährungs- und Konsumbildung in Zukunft verstärkt an unseren Schulen vermittelt werden. Sie fordern die Erweiterung des Ernährungsunterrichts in allen Schulstufen. NÖ Landesbäuerin Neumann-Hartberger erklärt: „Im Rahmen einer Online-Umfrage wollen wir wissen, wie die Österreicher darüber denken. Ist es ihnen wichtig, dass in Zukunft an unseren Schulen Themen der Lebensmittelproduktion und Ernährung vermittelt werden oder ist es Aufgabe des Elternhauses, die Kinder in diesem Bereich zu bilden? Soll der verantwortungsvolle Konsum im Unterrichtsgegenstand ‚Verbraucherbildung‘ vermittelt werden?“.

Die Bäuerinnen laden alle interessierten Konsumenten, Eltern, Schüler und Lehrer ein, ihre Meinung online www.umfrageonline.com/s/apfel-birne mitzuteilen. „Wir wollen möglichst viele Konsumenten zum Mitmachen motivieren, denn uns ist die breite Meinung in der Gesellschaft wichtig“, appelliert Neumann-Hartberger.

Bäuerinnen sind bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten in Schulen tätig, um Schüler über die vielfältigen Aufgaben der Landwirte sowie die Erzeugung von Lebensmitteln zu informieren. Sie verfügen dadurch über eine umfassende Projekterfahrung. Innerhalb der letzten drei Jahre haben die heimischen Bäuerinnen mehr als 150.000 Schüler und Pädagogen erreicht.

Allein bei den Bäuerinnen-Aktionstagen im Herbst wurde innerhalb von drei Jahren mehr als 25.000 Stunden ehrenamtlich gearbeitet. Darüber hinaus gibt es in Österreich rund 500 bäuerliche Betriebe mit „Schule am Bauernhof“. Jährlich machen zirka 90.000 Schüler einen Lehrausgang auf einen Bauernhof, und mehr als 300 aktive und speziell ausgebildete Seminarbäuerinnen absolvieren rund 1.800 Bildungseinsätze bei 26.500 Kindern und Jugendlichen. Österreichs Bäuerinnen haben bei ihren Einsätzen in der Praxis festgestellt, dass bei Kindern und Jugendlichen die Defizite an Ernährungs- und Lebenskompetenzen zunehmen und viele Basisinformationen eines überlieferten Alltagswissens in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Konsum und Umwelt fehlen.

Bäuerinnen bringen moderne Landwirtschaft in Schulen, sie zeigen auf, was Qualität beim Essen bedeutet und wie man mit seiner Ernährung Landwirtschaft und Umwelt beeinflusst. Die Konsumenten von morgen sollen wissen, wie viel Zuwendung Tiere und Pflanzen brauchen, bis man das Joghurt in den Becher abfüllen oder einen Kürbis ernten kann. Die Rückmeldungen und das Interesse der Pädagogen und Eltern sind sehr positiv, weil auf diese Weise den Konsumenten von morgen gezeigt wird, was Qualität aus der Region beim Essen bedeutet – für die Umwelt und für das Geschmackserlebnis.


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