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Kompromiss für Cadmium gefunden

Die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament haben sich nach drei Jahren, nachdem die neue EU-Düngemittelverordnung in Kraft ist, auf einen Höchstwert für Cadmium in Phosphatdüngemitteln geeinigt. Das EU-Parlament hatte einen möglichst niedrigen Grenzwert für Cadmium gefordert mit dem Argument, das Schwermetall reichere sich im Boden an und gefährde die Umwelt sowie die Gesundheit. Die Düngemittelbranche hatte sich dagegen für einen höheren Grenzwert für Cadmium eingesetzt, um das Angebot an Phosphatdüngern nicht unnötig zu verringern und einzelne Lieferländer nicht zu bevorzugen. Jetzt haben sich das EU-Parlament und der Ministerrat auf 60 mg/kg verständigt. Nach ersten Erfahrungen mit dem neuen Grenzwert soll die EU-Kommission einen Bericht vorlegen mit dem Ziel, den Grenzwert zu senken.

Mit der neuen EU-Düngemittelverordnung sollen Qualitätsstandards EU-weit vereinheitlich werden, vor allem für organische Düngemittel und für jene aus recycelten Rohstoffen. Dadurch sollen der Kreislaufwirtschaft neue Anreize gegeben werden.