Foto: BMLRT

Bundesheer isst regional

Die Bundesregierung will die Bevölkerung nicht nur dazu ermuntern, verstärkt regional und saisonal einzukaufen, sondern geht auch selbst mit gutem Beispiel voran. Ziel der Initiative ist es, dass auch bei der öffentlichen Beschaffung heimische Lebensmittel den Vorzug bekommen.

Unter dem Motto „Unser Heer isst regional“ geht das Bundesheer hier mit positivem Beispiel voran und wird bei der Verpflegung der Soldatinnen und Soldaten künftig noch mehr auf regionale Lebensmittel setzen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger erklären den Vorteil für Bundesheer und die regionale Wertschöpfungskette.

BM Klaudia Tanner: „Mit 1. Oktober 2020 haben wir das Tageskostgeld für die Verpflegung von Soldatinnen und Soldaten in Kasernen und Dienststellen von 4 auf 5 Euro angehoben. Damit haben wir mehr Geld für das Essen unserer Soldatinnen und Soldaten zur Verfügung und können wir die Qualität und Nachhaltigkeit der verwendeten Lebensmittel noch mehr steigern. Zentral dabei ist die verstärkte Verarbeitung regionaler und saisonaler Produkte in den Küchen des Bundesheeres.“

BM Elisabeth Köstinger: „Wir wollen die öffentliche Beschaffung möglichst umfassend auf die Verarbeitung heimischer Lebensmittel umstellen, um mit gutem Beispiel voranzugehen. Die Gemeinschaftsverpflegung – wie beim Bundesheer – ist ein wichtiger Hebel, um die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln zu stärken. Indem auch andere Großküchen – etwa von Spitälern, Kindergärten oder Schulen – verstärkt mit Produkten von Bäuerinnen und Bauern aus der Region arbeiten, stärken wir die regionale Wertschöpfungskette“

Im Bundesheer gibt es knapp 90 Verpflegungseinrichtungen. Die Finalisierungsküche Allentsteig verpflegte 2019 ca. 53.000 Soldatinnen und Soldaten mit Frühstück, Mittag, Abendessen. Die Truppenküche Hessen-Kaserne in Wels verpflegte 2019 ca. 55.000 Personen. Die Truppenküche Pontlatz-Kaserne in Wels verpflegte 2019 ca. 33.000 Personen. Im Jahr 2018 betrug der Wareneinsatz für die Produktion von ca. 7,1 Mio. Teiltagesportionen (Frühstück, Mittag, Abend) etwa 17,3 Mio. Euro. Mit dem Projekt „Klimateller“ setzt das BMLV zudem ein Zeichen, dass mit bewusster Ernährung ein Beitrag gegen den Klimawandel gleistet werden kann.


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