FÜTTERUNG beim mittleren Eigewicht: Die Eier der Gruppe „16CPalternati- ve“ waren im Mittel 1 g leichter als in den Vergleichsgruppen. Dies spiegelte sich auch in der Eimasse pro Durchschnitts- henne wider, die in dieser Gruppe am niedrigsten war. Gleichzeitig legten die Hennen der „16CPalternative“Gruppe etwas mehr M und weniger XLEier. Die Eiqualität (Schalenstabilität, HaughEinheit) blieb in allen Gruppen gleich. Lediglich die Dotterfarbe war bei der Gruppe „16CPalternative“ am Ende des Versuchszeitraums kräftiger Lebenswoche 49 bis 66 Lebendmasse (g)1 Mortalität (%) Tägl. Futterverbrauch/DH2 (g) Eizahl/DH (Stk.) Verm.fähige Eier3 (Stk.) Mittleres Eigewicht (g) Legeleistung/DH (%) Eimasse/DH (g) Futteraufwand (kg Futter/kg Eimasse) XLEier (%)4 LEier (%)4 MEier (%)4 SEier (%)4 BEier (%)5 NAusscheidung (g/Tier)6 17CP 2.030a 6,6 133 117 115 66,5a 93,1 7.802ab 2,15 10,1a 70,0 18,6b 0,07 1,01 306a Futtergruppe 16CP 2.019ab 11,5 130 119 114 66,5a 94,6 7.919a 2,06 10,4a 68,4 20,0ab 0,13 0,90 261b 16CPalternative 2.003b 8,9 127 118 116 65,4b 93,6 7.706b 2,08 6,05b 66,7 26,3a 0,17 0,59 257b 56,6a PAusscheidung (g/Tier)7 CF Futter (kg CO2eq/kg)8 CF Eimasse (kg CO2eq/kg)8 1 50 Tiere/Abteil zufällig ausgewählt und gewogen in Lebenswoche 66; 2 DH: Durchschnittshenne; 3 Verm.fähige Eier: vermarktungsfähige Eier; 4 Eigewichtsklassen anteilig bezogen auf wöchentlich erfasste Tagesgelege; 5 BEier: Schmutz, Knick und Bluteier; 6 N: Stickstoff; 7 P: Phosphor; 8 CF: Carbon Footprint, Zahlen mit unterschiedlichen Hochbuchstaben innerhalb einer Zeile unterschieden sich statistisch voneinander (p ≤ 0,05) 51,2b 61,3a 0,64 1,10 2,26 1,16 2,49 1,34 Tab. 2: Lebendmasse und Leistungsdaten sowie Ergebnisse des CF (CO2-eq) der Futtergruppen 17CP, 16CP und 16CPalternative (Lebenswoche 49 bis 66) 12 orange – ein Merkmal, das vie- le VerbraucherInnen als positiv empfinden. Bei den Nährstoffausscheidun- gen zeigten sich klare Vorteile: Durch die Absenkung des Roh- proteingehalts konnten die Stickstoffausscheidungen um rund 15 Prozent gesenkt wer- den – ohne Leistungseinbußen. Während die PAusscheidungen bei der 16CPRation geringer waren als in der Kontrollgrup- pe, lagen sie bei der Futtergrup- pe „16CPalternative“ aufgrund der höheren PGehalte in Raps und Sonnenblumenfuttermit- teln höher. Ein weiterer positiver Effekt zeigte sich beim CO2Fußab- druck: Durch den Einsatz re- gionaler Eiweißalternativen konnte der CO2Ausstoß pro Kilogramm Futter und pro Kilo gramm Eimasse um fast die Hälfte reduziert werden. So kann die Fütterung nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch unabhängiger von Im- portsoja gestaltet werden. Die Ergebnisse zeigen klar: Eine moderate Senkung des Roh- proteingehalts von 17 Prozent auf 16 Prozent ab der 49. LW wirkt sich bei gezielter Ergän- zung mit freien AS nicht nega- tiv auf die Legeleistung aus. Damit bestätigt sich, was auch andere Studien zeigen: Ent- scheidend ist nicht die Menge an Rohprotein, sondern die richtige Zusammensetzung, also das ASMuster der Ration. Oder kurz gesagt: Reduzieren heißt präzisieren. Besonders wichtig ist die Qualität der ein- gesetzten Eiweißfuttermittel. SESAlternativen wie Raps- kuchen oder Sonnenblumen extraktionsschrot enthalten meist weniger und schlechter verdauliche AS als SES. Gleich- zeitig enthalten sie höhere PGehalte, was im Hinblick auf die Reduzierung der PAus- scheidungen zu berücksichti- gen ist. Auch die Verarbeitung der Sojabohnen, beispielsweise geflügelprofi 1/2026