DIGITALISIERUNG tage abgedeckt werden. Die Komponenten entsprechen der Schutzklasse IP66 und sind da- mit gegen Staub und leichten Nieselregen geschützt, sollten aber bei starkem Regen nicht verwendet werden. Einsatz in schwierigem Gelände Im Wald führt die Abschirmung durch den Bewuchs typischer- weise zu eingeschränktem GNSSEmpfang, dennoch sind dort meist Genauigkeiten im Submeterbereich erreichbar. Wenn durch die Baumkronen ein freier Blick zum Himmel möglich ist, können bei ausrei- chender Wartezeit ebenfalls Genauigkeiten im Bereich von etwa 2 cm erzielt werden, wo- bei die aktuelle Genauigkeit permanent angezeigt wird. Der Zeitbedarf bei der Kon trolle von Grenzpunkten hängt weniger von der Flächengröße als von der Anzahl und räumli- chen Verteilung der Feldstücke ab; die Navigation erfolgt über Richtungsvorgaben (Kom- pass) und Distanzanzeige zum Punkt. Flächenaufnahme und Linienführung für Lenksysteme Bei der Flächenaufnahme be- stimmt vor allem die Geome trie der Schläge den Aufwand: Regelmäßige Flächen, etwa rechteckige Feldstücke mit wenigen Eckpunkten, sind deutlich schneller digitalisiert als unregelmäßig begrenzte Schläge. Je höher der Genauig keitsanspruch und je mehr Punkte gesetzt werden, desto größer ist der Zeitbedarf. Sollen die aufgenommenen Außen- grenzen später als Grundlage für ein Spurführungssystem dienen, empfiehlt es sich, in Ab- hängigkeit vom Kurvenverlauf im Durchschnitt alle rund 3 m einen Messpunkt zu setzen. Praktisch bedeutet dies, dass der Anwender die Grenzlinie so abschreitet, als würde er die spätere Fahrspur mit dem Trak- tor nachfahren, und die Punkte so setzt, dass eine gleichmäßi- ge, „flüssige“ Linie entsteht. Grenzkataster und vorhandene Grenzpunkte Ob alle Flächen über gültige Grenzpunkte verfügen, hängt vom Katasterstatus ab. Wur- den Flächen im Zuge einer Kommassierung vermessen und befinden sie sich im Grenz kataster, sind die dort definier- ten Grenzpunkte maßgeblich und können mit der Smart antenne lokalisiert werden. Liegen Flächen hingegen im Grundsteuerkataster, existie- ren in vielen Fällen ebenfalls Grenzpunkte, die gesucht und mit dem System angespro- chen werden können, aller- dings unter anderen rechtli- chen Rahmenbedingungen als im Grenzkataster. Die beschriebenen Funktionen und Rahmenbedingungen sind auf österreichische Verhältnis- se, insbesondere im Kontext von ÖPUL 2023 und der GLÖZ Vorgaben, ausgerichtet und lassen sich praxisnah in die Schlagdokumentation, Bewirt- schaftungsplanung und den Einsatz von RTKLenksystemen integrieren. Präzision lohnt sich: Wie der Maschinenring Felder smarter macht Satelliten statt Augenmaß, Daten statt Bauchgefühl: Viele Betriebe stellen ihre Flächen- und Nährstoffplanung auf digitale Werkzeuge um – um Diesel, Dünger und Zeit zu sparen und gleichzeitig Erträge zu sichern. Zwei Bausteine dafür kommen vom Maschinenring: die MR Smartantenne mit SpurProfi sowie MR Bodenproben als Basis für ein treffsicheres Nährstoffmanagement. M it der MR Smart antenne lassen sich Feldgrenzen direkt am Schlag präzise erfassen. Als Leihgerät sammelt sie Punkte, Linien und Polygone – ideal für Schlagteilungen, Puffer- zonen oder Begradigungen, aber auch für die Suche nach Grenzsteinen. Auf diesen Ver- messungsdaten baut der MR SpurProfi auf: Er bereitet Feld- konturen professionell auf und stellt sie als Fahrspuren für Lenk und Teilbreitentechnik bereit. Grundlage sind Flächen- nachweise (z. B. eAMA oder Kataster) und die im Feld er- ackerbauprofi 1/2026 leichtern alle Arbeitsschritte; wer bereits ein Lenksystem nutzt, holt mit dem SpurProfi mehr aus der Technik heraus. Effiziente Düngung beginnt im Boden: MR Bodenproben liefern klare, vergleichbare Laborwerte – von Standard analysen (pH, Phosphor, Ka- lium) bis zu erweiterten Para- metern. Einstichpunkte und Tiefen werden norm und fach- gerecht geplant (verschiedene Bodenhorizonte bis 60 cm), die Proben professionell mit Quad und Bohreinheit gezo- gen und im Labor analysiert. Im Anschluss bündelt das MR AgrarPortal Bodenproben, Wirtschaftsdüngeranalysen und Abrechnung an einem Ort – unabhängig und vertraulich. Zeitreihen, Flächenberichte und Dokumentation unterstützen Beratung sowie Förder und Aufzeichnungspflichten. Fazit: Exakte Daten plus praxis nahe Aufbereitung bringen messbare Effizienzgewinne – heute und als Grundlage für die nächste Saison. INFORMATION: www.maschinenring.at T H C I R E B N E M R I F 11 hobenen Konturen. Ergebnis: exaktes Fahren entlang natür- licher Feldgrenzen, weniger Leerfahrten und Überlappun- gen – und damit geringerer Diesel und Betriebsmittelver- brauch. Präzise Spurlinien er-