Foto: agrarfoto.com

Schweinemastskandal: Keine weiteren Auffälligkeiten

Kärnten haben die von der Landesregierung in Auftrag gegebenen flächendeckenden Tierschutzkontrollen nach dem Schweinemastskandal in Unterkärnten im Sommer keine Auffälligkeiten gebracht, bestätigte der zuständige Landesrat Christian Benger. Zusätzliche Maßnahmenpläne seien daher nicht nötig, blähen nur die Verwaltung auf und steigern dort auch die Kosten. „Für die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften brauchen wir keine neuen Maßnahmen-Pläne, sondern Bewusstsein und Sensibilität. Dafür sorgen wir.“

Zehn zusätzliche Tierärzte sind seit August unterwegs, die Kosten bis Jahresende sind mit rund 270.000 Euro beziffert. Etwa 200 Betriebe wurden bis dato kontrolliert, rund drei Stunden hält sich der Tierarzt dort auf und informiert auch über anstehende Neuerungen im Tierschutz. „Bis Jahrsende werden wir das Ziel, 1.550 Betriebe, Schlachtbetriebe und Tierhalter, zu kontrollieren, erfüllt haben“, so Benger. Das erfreuliche Fazit bis dato: Keine Auffälligkeiten bei den Schlachtbetrieben, zwei Tierhalter wurden darauf hingewiesen, zu wenig Beschäftigungsmaterial (Stroh, Bälle, Äste…) in den Schweineboxen zu haben. „Das heißt, unsere Betriebe halten sich an die Vorschriften und sie wissen ganz genau, nur gesunde Tiere sichern auch die Qualität“, bekräftigt der Landesrat.

Zusätzlich wurde ein Schulungsprogramm ausgearbeitet, an dem alleine in Klagenfurt, Völkermarkt und Wolfsberg mehr als 250 Tierhalter teilgenommen haben. Hier wird ebenso über die Änderungen der seit 1. Oktober für Nutztiere geltenden 1. Tierhalteverordnung informiert. Die Verordnung sieht einen noch tierschutzgerechteren Umgang nach aktuellem Stand der Technik vor. Beispielsweise muss künftig mehr Stroh als Beschäftigungsmaterial in Schweineboxen ausgestreut werden.