Genau betrachetet
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… genau betrachtet

#missiontürkis

Die türkis-blaue Bundesregierung hat Details ihrer Klimastrategie bekannt gemacht. Die #mission2030, so das hippe Schlagwort – Klima­strategie allein klingt doch alt­backen – sieht vor, dass Klimaschutz künftig auch im Lehrplan der Volksschulen integriert werden soll. „Jedes Kind muss lernen, wie man Klimaschutz im Alltag leben kann“, betont die zuständige Ministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus.
Etwas gegen dieses politische Vorhaben vorzubringen, fällt schwer. Klar: Klimaschutz geht uns alle an. Er dient dem Schutz der Umwelt und dem Fortkommen der folgenden
Generationen. Und es gilt „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.“
Interessant wird indes die Umsetzung dieser #mission2030-Lehrplanreform, gerade aus Sicht der Landwirtschaft. Denn wer es ernst meint mit dem Klimaschutz-Lehrauftrag, der wird künftig schon den Kids erklären müssen, dass etwa Sojaschrot, importiert aus Südamerika und bei uns genutzt als billiges Schweinefutter, eine der größten grünen Lungen der Erde kaputt macht, den Regenwald. Oder dass Fleisch- und Milchexporte aus Europa bis nach China alles andere als nachhaltig sind. Dass Handelsdünger aus Erdöl dem Klima schaden, nicht aber Kompost aus Bio-Stallmist. Und dass es sich bei alldem nicht um das Geschwätz von NGOs auf Spendenfang oder grün-linkes Lehrer-Geschwurbel handelt.
Dass sich die Knirpse übrigens Tempo 140/160 einfach Entscheidung, die dem Klima nicht schadet, verklickern lassen, darf bezweifelt werden. Denn Sechs- bis Zehnjährige sind alles, nur nicht schlicht naiv.