Future Farming: Unbemannt übers Feld

Seine autonomen Technologiekonzepte hat CNH Industrial in langjähriger Zusammenarbeit mit dem Technologieunternehmen Autonomous Solutions Incorporated, ASI, einem Marktführer für autonome „off-road“-Lösungen mit Sitz in Utah, stetig weiterentwickelt und verfeinert. Und setzt nicht nur bei der Konzernmarke Case IH, sondern auch bei New Holland auf deren Anwendung.

Während das Case IH Magnum-Modell wegen des völligen Verzichts auf die Kabine mit besonderes futuristischem Design besticht, kommt das "NHDrive"-Konzept beim Großtraktor T8 mit Kabine zum Einsatz. Für beide mannlosen Zugmaschinen gilt: sie werden wird mithilfe einer komplett interaktiven Benutzeroberfläche gesteuert, über die vorprogrammierte Arbeitsgänge überwacht werden können. Das Bordsystem berücksichtigt automatisch die Breite der Anbaugeräte und errechnet die effizienteste Wegeführung je nach Gelände, Hindernissen und anderen Landmaschinen am gleichen Feld. Für die Überwachung und Korrektur der Wegeführung hat der Bediener die Wahl zwischen einem Desktop-Computer oder einem tragbaren Tablet.

Für Case IH hat dieses autonome Fahrzeugkonzept „das Potential, die Landwirtschaft zu revolutionieren“, wie Case IH-Konzernchef Andreas Klauser, ein gebürtiger Österreicher, meint.  "Mit unserem autonomen Traktorkonzept zeigen wir, wie unsere Kunden und deren Angestellte in Zukunft Landmaschinen direkt fernsteuern und überwachen können. Diese Technologie erschließt ihnen mehr operative Effizienz bei Aufgaben wie Bodenbearbeitung, Pflanzen, Spritzen und Ernte.“

Auch beim NHDrive-Konzept von New Holland handelt es sich ebenfalls um einen unbemannten, autonomen Traktor, der zudem das Feld selbstständig über private Feldwege ansteuern kann und vernetzt mit anderen autonom oder konventionell gesteuerten Maschinen arbeitet. Dank High-tech-Kabinenausstattung kann er auch von einem Fahrer gelenkt werden. Desktop-PC oder Tablet-Interface ermöglichen den Zugriff auf Traktor- und Gerätedaten an jedem beliebigen Ort – bei der Kontrolle am Acker oder vom Betriebsbüro aus.

Die Kabine des Prototyps ist völlig identisch mit der eines T8-Standardmodells. Der NHDrive-Traktor kann also auch für Arbeiten genutzt werden kann, bei denen noch keine vollständige Autonomie möglich ist wie Frontladen oder Transportfahrten.

Beide Systeme bewegen sich auf optimierten Bahnen auf Feldflächen, die unter Berücksichtigung von Größe und Form, etwaigen Hindernissen sowie der Gerätebreite angelegt werden. Dank einer Kombination von Radar, Laser-Messung und RGB-Kameras sind sie in der Lage, die verschiedensten Hindernisse im Feld zu erkennen. Bei New Holland kann man sich vorstellbar, künftig alle Traktoren wie auch andere Landmaschinen mit NHDrive auszustatten. Und wie bei Case IH auch komplett auf die Kabine zu verzichten.